Sharon Bolton - Das Böse nebenan
- bodhi74
- 7. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Thriller
Erscheinungstermin: 17. Dezember 2025
464 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

Ein neuer Anfang. Das ist es, was Anna Brown sich wünscht, als sie in die idyllische englische Kleinstadt St. Abel’s Chapel zieht. Doch der Schein trügt. Anna fühlt sich von Anfang an beobachtet und erfährt schon bald, dass in den letzten Jahren drei 16-jährige Mädchen spurlos verschwunden sind. Alle scheinen davon zu wissen, aber niemand spricht darüber. Als ein viertes Mädchen Anna verzweifelt um Hilfe bittet, beginnt sie, Fragen zu stellen. Sie ahnt nicht, dass das Böse in St. Abel’s Chapel nur einen Schritt entfernt lauert …
MEIN Fazit:
Mit „Das Böse nebenan“ präsentiert Sharon Bolton einen atmosphärisch dichten Thriller, der am 17. Dezember 2025 erscheint und auf 464 Seiten für nervenaufreibende Spannung sorgt. Die Autorin, bekannt für ihre psychologisch ausgefeilten Plots, beweist erneut ihr Gespür für subtile Bedrohungen und raffinierte Wendungen.
Im Mittelpunkt steht Anna Brown, die in der idyllisch wirkenden englischen Kleinstadt St. Abel’s Chapel einen Neuanfang wagen will. Doch statt Ruhe und Sicherheit erwartet sie ein Klima aus Misstrauen und unausgesprochenen Geheimnissen. Schon bald erfährt Anna, dass in den vergangenen Jahren drei 16-jährige Mädchen spurlos verschwunden sind. Obwohl scheinbar jeder im Ort davon weiß, hüllt sich die Gemeinschaft in Schweigen. Als schließlich ein weiteres Mädchen Anna verzweifelt um Hilfe bittet, beginnt sie nachzuforschen – und gerät dabei selbst ins Visier einer unsichtbaren Gefahr.
Bolton gelingt es meisterhaft, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Die beschauliche Kulisse wird zunehmend zum Schauplatz latenter Bedrohung. Besonders stark ist die Darstellung der Dorfgemeinschaft: Hinter freundlichen Fassaden verbergen sich Angst, Schuld und vielleicht noch Schlimmeres. Die Spannung entsteht weniger durch offene Gewalt als durch das Gefühl permanenter Beobachtung und die Frage, wem Anna überhaupt noch trauen kann.
Der Plot ist klug konstruiert und führt die Leser immer wieder auf falsche Fährten. Überraschende Wendungen halten die Spannung konstant hoch, ohne konstruiert zu wirken. Tatsächlich trifft das Urteil von The Times ins Schwarze: Es ist ein Vergnügen, so gekonnt in die Irre geführt zu werden. Auch The Bookseller lobt zu Recht den schockierenden Twist, der lange nachhallt.
„Das Böse nebenan“ ist ein packender Pageturner voller psychologischer Raffinesse – ideal für alle, die düstere Kleinstadtthriller mit überraschendem Finale lieben.
Bild/Coverquelle mit freundlicher Genehmigung vom Randomhouse Verlag über das Blogger-Portal / Cover-Download



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